02. Juni 2026 · Marie Heller
Website auf DSGVO/GDPR prüfen: kostenloser Check in 60 Sekunden
So prüfen Sie Ihre Website mit einem DSGVO- bzw. GDPR-Checker in unter 60 Sekunden auf Cookies ohne Einwilligung, Google Fonts, Tracker und eine unvollständige Datenschutzerklärung - Schritt für Schritt.
Ob Sie es DSGVO-Check oder GDPR check nennen: Gemeint ist dieselbe Prüfung - lädt Ihre Website personenbezogene Daten erst nach einer wirksamen Einwilligung, bindet sie Schriften und Videos datenschutzkonform ein und sind Datenschutzerklärung und Impressum vollständig? Mit einem DSGVO-Checker bzw. GDPR-Checker beantworten Sie diese Fragen automatisiert in unter 60 Sekunden - ohne Account und mit der einschlägigen Rechtsquelle zu jedem Befund. Diese Anleitung zeigt, wie Sie dabei vorgehen.
Schritt 1: URL in den Checker eingeben
Geben Sie die Adresse Ihrer Website in den Datenschutz-Checker ein und starten Sie den Sofort-Scan. Sorrel ruft Ihre Seite wie ein echter Besucher auf - zuerst ohne jede Einwilligung (kalter Request) - und protokolliert, welche Cookies gesetzt und welche externen Server kontaktiert werden. Schon dieser erste Aufruf zeigt, ob Tracker feuern, bevor überhaupt ein Banner erscheint.
Schritt 2: Cookies und Consent-Banner prüfen
Prüfen Sie im Ergebnis, welche Cookies vor der Einwilligung gesetzt werden. Nach § 25 TDDDG sind nur technisch notwendige Cookies ohne Zustimmung erlaubt. Der Cookie-Checker simuliert zusätzlich einen Klick auf „Ablehnen" und meldet jeden Tracker, der trotzdem lädt - der häufigste Grund, warum ein Consent-Banner unwirksam ist.
Schritt 3: Google Fonts und eingebettete Inhalte kontrollieren
Werden Schriften dynamisch von Google geladen, wandert die IP-Adresse jedes Besuchers in die USA - laut LG München (Az. 3 O 17493/20) ohne Einwilligung ein Verstoß. Der Google-Fonts-Checker deckt solche Aufrufe auf, ebenso eingebettete YouTube-Videos oder Maps. Die Lösung: Schriften lokal einbinden und Videos per Zwei-Klick-Lösung erst nach Einwilligung laden.
Schritt 4: Datenschutzerklärung und Impressum abgleichen
Ein guter Check vergleicht das tatsächliche Verhalten der Seite mit dem, was die Datenschutzerklärung angibt. Nennt sie keine Tracker, obwohl welche laden, ist sie nach Art. 13 DSGVO unvollständig. Prüfen Sie außerdem, ob das Impressum nach § 5 DDG vollständig und von jeder Seite erreichbar ist.
Schritt 5: Befunde beheben und Monitoring einrichten
Arbeiten Sie die Befunde nach Priorität ab - jeder kommt mit Rechtsquelle und Fix-Anleitung. Da sich Websites durch neue Plugins, Apps oder Marketing-Tags laufend ändern, lohnt sich ein tägliches Monitoring: Es scannt automatisch und meldet Regressionen, bevor sie zur Abmahnung werden. Den kompletten Überblick über alle Themen bietet der DSGVO-Leitfaden für Websites.
Fazit
Ein DSGVO- bzw. GDPR-Check ist in 60 Sekunden erledigt und deckt die teuersten Fehler zuverlässig auf: Tracker und Cookies ohne Einwilligung, extern geladene Google Fonts und eine Datenschutzerklärung, die nicht zum echten Verhalten der Seite passt. Wer regelmäßig prüft, bleibt dauerhaft auf der sicheren Seite.