20. Mai 2026 · Marie Heller
DSGVO-Check für WordPress: Die häufigsten Verstöße und wie Sie sie beheben
WordPress-Seiten verstoßen besonders oft gegen die DSGVO - meist durch Google Fonts, eingebettete Schriften aus Themes, Tracking-Plugins ohne Consent und externe Einbettungen. So prüfen und beheben Sie die typischen Schwachstellen.
WordPress-Websites verstoßen besonders häufig gegen die DSGVO, weil Themes und Plugins externe Ressourcen nachladen - vor allem Google Fonts, eingebettete Karten und Tracking-Skripte, die schon vor jeder Einwilligung feuern. Ein DSGVO-Check deckt diese Schwachstellen auf; beheben lassen sie sich meist durch lokale Einbindung von Schriften, ein wirksames Consent-Banner und das bedingte Laden von Trackern.
Die häufigsten WordPress-Verstöße
- Google Fonts aus dem Theme - viele Themes laden Schriften dynamisch von Google. Das übermittelt die IP-Adresse in die USA (LG München, Az. 3 O 17493/20).
- Tracking-Plugins ohne Consent - Analytics-, Pixel- oder Statistik-Plugins setzen Cookies und senden Daten, bevor zugestimmt wurde.
- Eingebettete Inhalte - YouTube, Google Maps oder Fonts Awesome laden von Drittservern.
- Unwirksame Cookie-Banner - das Banner blockt nichts, Tracker laufen trotzdem sofort.
Schritt 1: Schriften lokal einbinden
Prüfen Sie Theme und Plugins auf externe Font-Aufrufe und binden Sie die Schriften lokal ein - viele Theme-Optionen oder Plugins bieten das direkt an.
Schritt 2: Tracker hinter den Consent legen
Konfigurieren Sie Ihr Consent-Tool so, dass Analytics, Pixel und Maps erst nach aktiver Einwilligung laden - nicht beim Seitenaufruf.
Schritt 3: Regelmäßig prüfen
Jedes Theme- oder Plugin-Update kann neue externe Aufrufe einführen. Ein automatisierter DSGVO-Check oder Monitoring fängt Regressionen ab, bevor sie zur Abmahnung werden.
Rechtsquelle: Art. 6, 13 DSGVO; § 25 TDDDG; LG München I, Az. 3 O 17493/20.